Zollstelle Donaueschingen

Die Zollstelle ist täglich präsent, jedoch müssen Sie Ihren Anflug bzw. Abflug in Drittstaaten (z.B. Schweiz) mindestens 2 Stunden vorher telefonisch bei der Flugleitung anmelden unter der Telefonnummer: +49 771 2585


Zollrechtliche Regelungen im Luftverkehr (21.3.2022)

Sehr geehrte Nutzer des Flugplatzes Donaueschingen-Villingen (EDTD),

der Zollflugplatz-Zwang für Nutzer aus dem EU-Ausland (z. Bsp. aus der Schweiz) ist entfallen. Das bedeutet, dass die Grenze des Zollgebietes der EU überquert werden kann, ohne einen Zollflugplatz anzufliegen, wenn nichts zu verzollen ist.

Bei dem direkten Anfliegen eines Zollflugplatzes, wie z. Bsp. EDTD, sind wir jedoch weiterhin verpflichtet mindestens zwei Stunden vor Ein- oder Ausflug eine Meldung an das für uns zuständige Zollamt abzugeben.

Das Procedere in EDTD bleibt somit unverändert.

Erklärung: Am 26. Juni 2020 ist die Delegierte Verordnung (EU) 2020/877 vom 3. April 2020 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht worden. Die Verordnung ist am 16. Juli 2020 in Kraft getreten.

Mit Artikel 1 Abs. 16 Buchstabe b) dieser Verordnung ist Artikel 141 Abs. 1 Buchstabe d) Delegierten Verordnung (EU) 2015/2446 (UZK-DA) dahingehend ergänzt worden, dass die

Zollanmeldung für Beförderungsmittel, die entweder

  1. iv) unter vollständiger Befreiung von den Einfuhrabgaben in die vorübergehende Verwendung

oder

  1. v) unter Befreiung von den Einfuhrabgaben als Rückwaren in den freien Verkehr überführt werden,

konkludent durch einfaches Überqueren der Grenze des Zollgebiets der Union abgegeben werden kann.

Luftfahrzeuge, die die vorgenannten Bedingungen erfüllen, befinden sich mit dem Grenzübertritt in der vorübergehenden Verwendung oder im freien Verkehr. Diese Luftfahrzeuge müssen somit nach dem Grenzübertritt nicht mehr unter Nutzung eines Zollflugplatzes zu einer Zollstelle befördert werden (sog. Beförderungspflicht). Ein Antrag auf Befreiung vom Zollflugplatzzwang, verbunden mit einem Antrag auf kostenpflichtige Abfertigung, ist in diesen Fällen nicht mehr erforderlich.

Die beschriebene Vereinfachung umfasst nicht die mit dem Luftfahrzeug verbrachten Waren. Diese Waren können jedoch aufgrund anderer Tatbestände von der Pflicht zur Beförderung zu einer Zollstelle und damit vom Zollflugplatzzwang befreit sein.

Dies gilt beispielsweise für abgabenfreie Reisemitbringsel im persönlichen Gepäck der Reisenden oder persönliche Gebrauchsgegenstände von Reisenden, z. B. Kleidung (§ 5 Abs. 1 Nr. 1 Buchstaben a) und b) ZollV). Werden dagegen in dem Luftfahrzeug Waren mitgeführt, die nicht von der Beförderungspflicht befreit sind, so sind sie weiterhin unter Nutzung eines Zollflugplatzes zu einer Zollsteile zu befördern. Eine Befreiung dieser Waren vom Zollflugplatzzwang auf Antrag durch das örtlich zuständige Hauptzollamt ist jedoch möglich.

Luftfahrzeuge, die grundsätzlich von der beschriebenen Vereinfachung erfasst sind, aber dennoch einen Zollflugplatz anfliegen, sind weiterhin erst mit der Landung auf dem Zollflugplatz angemeldet und zum Zollverfahren überlassen (Passieren einer Zollstelle; Artikel 141 Abs. 1 Buchstabe b) UZK-DA). Von Personen mitgeführte, auch einfuhrabgabenfreie Waren sind am Zollflugplatz weiterhin durch Nutzung des rot/grünen-Kanalsystems anzumelden (Artikel 141 Abs. 1 Buchstabe a) UZK-DA).

 


Zollbestimmungen:

Nichtgewerblicher und Gewerblicher Verkehr ohne Handelswaren.
Für Flüge in und aus nicht Schengen- Länder gilt:
PPR mind 2 h durch fon: +49 (0)771 2585

Benötigte Daten:

  • Kennzeichen des Lfzg
  • Land aus dem der Einflug erfolgt
  • Anzahl der Personen
  • geschätzte Ankunftzeit in Donaueschingen
  • Name des Piloten

Dies gilt für den Ein – und Ausflug.

Zur Zeit gilt dies auch noch für die Schweiz zur Ein – und Ausreise trotz Schengen.
Weggefallen sind die Personenkontrollen.